Gaggenau (cv) - Stattlicher Männergesang, vielseitige Blasmusikvorträge und humorvolle Theaterszenen wurden den zahlreichen Gästen bei der gemeinsamen Weihnachtsfeier des Musikvereins und der Sängervereinigung Ottenau in der Merkurhalle geboten.
Der Ausrichter in diesem Jahr war der Musikverein,'' dessen Vorsitzender Jürgen Schmidt durch den späten Sonntagnachmittag führte und die Gäste zusammen mit seinem Kollegen von der Sängervereinigung, Rigobert Morassi, begrüßte.
Die Jugendkapelle, geleitet von Katherine Flynn-Hartmann, übernahm den Auftakt zur dreieinhalbstündigen Veranstaltung. Mit den drei Stücken „Patriots an Parade", „Alladin" und „Dineke Dues" demonstrierte die junge Truppe ihr beachtliches Können. jede Menge Applaus gab es für die anspruchsvollen Musikstücke, die den Jungmusikern viel Engagement abverlangten, aber auch sichtlich Spaß bereiteten. Nadine Hucke, Nadja Hollerbach, Laura Bold, Vanessa Bendner und Hannes Hirth wurden dabei für das errungene Jugendmusiker Leistungsabzeichen in Bronze belohnt.
Mit besinnlichem, aber auch modernem Gesang beeindruckten die Aktiven der Sängervereinigung unter der Leitung von Bernhard Stephan. Nachdem die festlichen Lieder „Heilige Nacht, o gieße du", „Weihnachtsglocken`, „Hört, wie heil die Glocken klingen" und „Der Stern zu Bethlehem" stimmstark vorgetragen wurden, war die Mithilfe des Publikums gefragt. Gemeinsam sangen die Besucher klassische Weihnachtslieder, begleitet von Bernhard Stephan am Klavier.
Dem gemeinsamen Singen folgte ein kleiner gesanglicher Rückblick auf das Festkonzert im Oktober zum 140-jährigen Bestehen der Sängervereinigung. Mit den Stücken „Festgesang", „Schau, was Liebe ändern kann (Solist: Klaus Trunk), „O Happy Day" (Solisten: Walter Merkel, Hans Rahner und Mathias Schwaab) unterhielten die Sänger bestens das Publikum, bevor sie sich mit dem modernen Stück „Follow Me" fröhlich fingerschnippend verabschiedeten.
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Auf seine Jugendkapelle kann der Musikverein ottenau stolz sein. Foto: Vugrin |
Nach der Pause startete die Theatergruppe des Musikvereins mit „Otto der Lottokönig"
einen Angriff auf die Lachmuskeln. Otto Knilch, der Schreinermeister (Peter Schönamsgruber überzeugend sowohl als großspuriger Lottokönig, als auch als kleiner „Otti") ist sich sicher, diesmal einen Hauptgewinn beim Lotto zu haben. Zum Zweifel seiner gutmütigen Frau Adele (Nicole Merkel) und seiner aufmüpfigen Tochter Gabi (Mareen Mahler). Nur das zwar langsame aber schlagfertige Lehrmädchen Maxi (Daniela Merkel) und der cool-clevere Schwiegersohn in spe Fritz Pfiffig (Michael Heck) wissen ' die Wahrheit. Für das witzige, kurzweilige Schauspiel ernteten die Laiendarsteller viel Beifall.
Den letzten Programmteil gestaltete das Orchester des Musikvereins unter der souveränen Stabführung von Katherine Flynn-Hartmann. Dem Titel „Brule River Celebration"' als Auftakt schloss sich griechische Volksmusik, mit dem Stück „Greek Folk Song Suite" an, das mit den verschiedenen Tempi stilgerecht intoniert wurde. Mit „Santana" von Giancarlo Gazzani wurden seltene Melodien von Carlos Santana mit Saxophonsolo präsentiert,' bevor jazzige Rhythmen die Gäste mit „Birdland" von Joe Zawinul mitrissen. Ein zünftiger Marsch „Per aspera ad astra" bildete das Finale. Die Dirigentin Katherine Flynn-Hartmann holte alles aus dem Orchester heraus und begeisterte zum Abschluss noch mal das Publikum.